Ralph Dutli
Am 17. Februar 2017 wurde in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe die Ausstellung Unter freiem Himmel Landschaft sehen, lesen, hören eröffnet (zu besichtigen bis 27. August 2017). Dreiundfünfzig Autoren wurden gebeten, zu je einem Landschaftsgemälde der Karlsruher Sammlung einen Text zu schreiben.
Meinen Text „Violette Brotlaibe, halluzinogene Eissorten, gestrandete Wale“ zu Alexej Jawlenskys Bild „Oberstdorfer Landschaft“ (1912) habe ich am Eröffnungsabend vorgetragen. Im Blog des Kerber Verlages, Bielefeld, wo der (prächtige) Ausstellungskatalog erschienen ist, kann man den Text nachlesen. [klick]
Nächste Termine: 6. August: Heidelberg / 13. September: Remagen / 1. November: Zürich / 2. November: Frauenfeld (CH) [mehr]
© Ralph Dutli 2020
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Erich Fried Preis 2018 der Internationalen Erich Fried Gesellschaft (Wien) und des Österreichischen Bundeskanzleramtes, Sektion Kunst und Kultur Dankesrede, gehalten am 25. November 2018 im Literaturhaus Wien
Im August 2020 erscheint im Wallstein Verlag mein neues Buch: Das Gold der Träume Kulturgeschichte eines göttlichen und verteufelten Metalls exklusive Vorablesung
Das eine hat das andere befruchtet und notwendig gemacht, und das eindeutige Etikett – überflüssig. Gibt es einen Zusammenhang? Aber ja. Die Leidenschaft für die Sprache, die selbst ein buntes Tier ist. Es gibt keine Nebenwerke, nur Herzblutprojekte. Bücher haben eine Seele. Jedes von ihnen. Mein bisher erfolgreichstes Buch ist der Roman Soutines letzte Fahrt. Er wurde in mehrere europäische Sprachen übersetzt und mit drei Literaturpreisen ausgezeichnet. Das Leben des Malers Chaim Soutine (1893-1943) wird zum Anlass für eine Parabel des menschlichen Lebens: „Ein Roman über Kindheit, Krankheit und Kunst. Über die Wunden des Exils, die Ohnmacht des Buchstabens und die überwältigende Macht der Bilder.“ Der Roman Die Liebenden von Mantua erkundet „die Liebe seit 6000 Jahren“: Ein Roman über die Erdbebenzonen des Lebens, über eine neue Liebesutopie, über Religion und Renaissance, den unsicheren Status der Wirklichkeit und die unheimliche Macht der Schrift. Die Kleinen Kulturgeschichten sind meine Longseller: Nach dem pflanzlichen Element des Olivenbaumes (Liebe Olive) und dem animalischen der Honigbiene (Das Lied vom Honig) folgt mit dem dritten Teil Das Gold der Träume das mineralische Element: Gold, in Religionen und Mythen, in Märchen, Kunst und Literatur. „Gold ist das Paradox schlechthin. Gold ist Gift und Gnade, Geißel und Glück.“ Die Trilogie vereint eine Geschichte der menschlichen Kultur aus Jahrtausenden, in prägnanten Episoden erzählt. Meine eigene Lyrik – in den Gedichtbänden Notizbuch der Grabsprüche, Novalis im Weinberg, Salz – wird durch zahlreiche in den letzten Jahren entstandene Gedichte ergänzt und irgendwann gesammelt erscheinen. Es gibt verschiedene Leseproben auf meiner Website. Diese Gedichte – „Neun Oliven“ aus Notizbuch der Grabsprüche, „Liebesbeschwörung“ und „Salzzauber“ aus Salz – sind Teil der Aktion Poesie unterwegs der UNESCO City of Literature Heidelberg: Gedichte und Kurzprosa von Heidelberger Autorinnen und Autoren sind auf Seitenscheiben von Straßenbahnen im Verkehrsnetz der Rhein-Neckar-Verkehrsbetriebe zu lesen. Mehr zu Poesie unterwegs auf: www.cityofliterature.de Vielleicht denke ich in Trilogien? Ein abgeschlossenes Projekt ist die Kleine Trilogie des 13. Jahrhunderts: Fatrasien, Das Liebesbestiarium und Winterpech & Sommerpech. Mit bisher unbekannten, in 750 Jahren erstmals aus dem Altfranzösischen übersetzten Texten will ich ein bizarres, fremdes und zugleich verblüffend modern anmutendes literarisches Mittelalter zeigen. Das übersetzerische Werk ist selbstverständlich Teil meines Gesamtwerks. Auch hier gibt es eine Art Trilogie: der russischen Poesie des 20. Jahrhunderts. Die Ossip- Mandelstam-Gesamtausgabe in zehn Bänden, meine Biographie über diesen Dichter, diverse Essay-Bände gehören für mich zum Kern meines Schaffens, sie bezeichnen die „Entdeckung einer poetischen Welt“, eines der bedeutendsten Dichter des 20. Jahrhunderts. Die russische Dichterin Marina Zwetajewa, eine der großen Liebenden der Weltliteratur, habe ich in mehreren Bänden vermittelt. Und die Gedichte und Essays des Literaturnobelpreisträgers Joseph Brodsky haben meine Übersetzerpoetik wie meine eigenen literarischen Essays – im Band Nichts als Wunder – entscheidend bereichert. Weitere Infos: Ralph Dutli auf Wikipedia Ralph Dutli im Wallstein Verlag, hier sieht man auch meine nunmehr 10 Bücher beim Wallstein Verlag. Alle wunderbaren Buchumschläge stammen von der Grafikerin Susanne Gerhards, Düsseldorf!
Romanautor, Lyriker, Essayist, Biograph, Übersetzer und Herausgeber
Literaturblatt für Baden-Württemberg (Jan./Febr. 2016): „Schreiben als Traum und Risiko – Ein Porträt des Schriftstellers, Herausgebers und Übersetzers Ralph Dutli“. [PDF]
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