125. GEBURTSTAG AM 15. JANUAR 2016
(    Übersicht)
Zu diesem Jubiläum erscheinen zwei Bücher zu Ossip Mandelstam, eines im S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, und eines im Wallstein Verlag, Göttingen.   Außerdem erscheint im Juli 2016 der Katalog der Mandelstam-Ausstellung, für den ich mehrere Beiträge geschrieben habe, im Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg. 
Ralph Dutli (Hrsg.) Bahnhofskonzert Das Ossip-Mandelstam-Lesebuch Anthologie Übersetzt von Ralph Dutli Taschenbuch S. Fischer Verlage, Frankfurt am Main 2016
Lange Zeit verschloss das „Jahrhundert der Wölfe“ den Zugang zu Ossip Mandelstam. Sein Werk, ein Meilenstein der Weltliteratur, blieb in Russland bis in die 80er Jahre verboten. Für den deutschsprachigen Leser machte es Ralph Dutli mit seiner zehnbändigen Ausgabe im Ammann Verlag auf mustergültige Weise zugänglich. Mit viel gelobten Übersetzungen, präzisen und ausführlichen Kommentaren und glänzenden Nachworten erschloss er uns einen bis dahin Unbekannten. In diesem Band zieht Ralph Dutli eine Summe seiner Arbeit: Entstanden ist ein lebendiges Porträt Ossip Mandelstams aus Gedichten, Geschichten, Essays und Erinnerungen: der Gesang des „modernen Orpheus“ (Joseph Brodsky). Eine Einladung zum Staunen.              „Ossip ist ein Schrank voller Überraschungen.“                                                                              Anna Achmatowa
Ralph Dutli Mandelstam, Heidelberg Gedichte und Briefe 1909–1910 Mit einem Essay über deutsche Echos in Ossip Mandelstams Werk: „Ich war das Buch, das euch im Traum erscheint“ Wallstein Verlag, Göttingen 2016 Verlagsseite zum Buch
Der 1891 in Warschau geborene, 1938 in einem von Stalins Arbeitslagern bei Wladiwostok ums Leben gekommene russisch-jüdische Jahrhundertdichter Ossip Mandelstam, ein „moderner Orpheus“ (so der Literaturnobelpreisträger Joseph Brodsky), hielt sich von Oktober 1909 bis März 1910 in Heidelberg auf. Dessen berühmte Universität war das Anlaufziel vieler Russen, die im Zarenreich vom Studium ausgeschlossen waren. Die in der Stadt am Neckar entstandenen Jugendgedichte nahm er später – mit einer Ausnahme – nicht in seine Gedichtsammlungen auf, doch sie zeigen bereits viele Motive, die für sein Werk bedeutsam werden sollten. Der achtzehn- bis neunzehnjährige junge Dichter war auf der Suche nach seinem dichterischen Weg, seiner Beziehung zur Welt, zur Natur, zur Liebe. Mandelstams Jugendgedichte sind zarte sprachliche Gebilde von zuweilen erstaunlicher Reife und Tiefgründigkeit. Der Band enthält die sieben an die russischen Dichter Wjatscheslaw Iwanow und Maximilian Woloschin adressierten Briefe aus Heidelberg sowie erstmals sämtliche in Heidelberg und im Umkreis des Deutschlandaufenthaltes entstandenen Gedichte, insgesamt 40 in deutscher Übertragung bisher unveröffentlichte Texte (russisch und deutsch). Die Gedichte werden eingehend kommentiert und umrahmt von zwei essayistischen Texten Ralph Dutlis zu Mandelstams Frühwerk sowie zu deutschen Echos im Werk des russischen Dichters.
Hg: Staatliches Literaturmusuem Moskau, UNESCO City of Literature Granada, UNESCO City of Literature Heidelberg Ossip Mandelstam. Wort und Schicksal Buch zur Ausstellung des Staatlichen Literaturmuseums Moskau in Kooperation mit den UNESCO Cities of Literature Heidelberg und Granada   Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2016
Im Juli 2016 erscheint im Heidelberger Verlag Das Wunderhorn – zweisprachig: spanisch-deutsch – der Katalog Ossip Mandelstam. Wort und Schicksal der Mandelstam-Ausstellung, die in den Unesco-Literaturstädten Heidelberg und Granada gezeigt wird. Darin finden sich meine beiden Essays „Die Spindel fliegt: Mandelstam in Heidelberg“ und „Stieglitz und blaues Pferd. Ossip Mandelstam in ‚Wälder-Salamanca‘“.
Pressestimmen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Pressestimmen zu Ossip Mandelstams 125. Geburtstag am 15. Januar 2016 sowie zu den Büchern Bahnhofskonzert. Das Ossip-Mandelstam-Lesebuch, herausgegeben von Ralph Dutli (S. Fischer Verlag) und Ralph Dutli: Mandelstam, Heidelberg. Gedichte und Briefe 1909–1910 (Wallstein Verlag): Pressemitteilung Kulturamt der UNESCO-Literaturstadt Heidelberg, 8. Januar 2016: [PDF] Universität Heidelberg, Pressemitteilung 02/2016, 8. Januar 2016: [klick] „Lerchen singen bis zuletzt“ Gundula Sell, Sächsische Zeitung, 9./10. Januar 2016 SWR 2, Journal am Mittag, 13. Januar 2016 (Interview: Tatjana Wagner) MDR FIGARO, 13. Januar 2016 (Interview: Ulf Heise, Moderation André Sittner) HR2 Kulturfrühstück, 14. Januar 2016, Buchbesprechung von Hanne Kulessa. „Erstaunliche Frühwerke eines großen Poeten … Der Versuch, zu überleben, scheiterte an Stalin. Aber Mandelstams Werk hat überlebt – nicht zuletzt dank der legendären zehnbändigen Werkausgabe, die Ralph Dutli vor Jahren für den Ammann Verlag übersetzte. Eine Reihe von Gedichten ist seinerzeit nicht in die Ausgabe aufgenommen worden. Der Herausgeber hatte darauf verzichtet, weil sie in den noch von Mandelstam selbst zusammengestellten Gedichtbänden nicht auftauchten. Ralph Dutli hat sie alle übersetzt und jetzt erstmals in einer bemerkenswerten, auch literaturgeschichtlich wertvollen Ausgabe veröffentlicht. Eine mustergültige Ausgabe.“ [klick] Harald Loch, Mannheimer Morgen, 14. Januar 2016   Rhein-Neckar-Zeitung, 14. Januar 2016 (Interview: Micha Hörnle): [klick] …und im Feuilleton ein Hinweis von Franz Schneider: [klick] SWR4 Rheinland Pfalz, 15. Januar 2016 (Buchbesprechung und Interview: Eberhard Reuß) „Ein moderner Orpheus. Staunendes Bekenntnis zum Hier und Jetzt: Vor 125 Jahren wurde Ossip Mandelstam geboren.“ Karlheinz Kasper, Neues Deutschland, 15. Januar 2016 SWR2 am Samstagnachmittag, Rubrik „Gedichte und ihre Geschichte“, 16. Januar 2016, zwei Gedichte aus Mandelstam, Heidelberg, vorgestellt von Reinold Hermanns. „Ralph Dutli übersetzt und deutet Ossip Mandelstams Jugendgedichte aufregend neu. Wenn der 1891 in Warschau als Kind einer jüdischen Familie geborene und 1938 in einem sibirischen Arbeitslager unter unklaren Umständen ums Leben gekommene Ossip Mandelstam heute in Deutschland als einer der größten russischen Lyriker gilt, dann verdankt sich das dem Wirken von Ralph Dutli. (...) Was das Buch aber noch bedeutender macht, ist Dutlis Wille zur Ausweitung des ‚Heidelberger Zyklus‘. Der Heidelberg- Aufenthalt wird somit zu einer Wegscheide von größter Wichtigkeit für die Dichtung des zwanzigsten Jahrhunderts. Dutli stellt in seinen Einzelkommentaren zu jedem Gedicht inhaltliche wie stilistische Parallelen fest und macht sein Buch damit zu einer literaturgeschichtlich überaus erfrischenden Spekulation, ohne dabei die analytische Strenge zu vernachlässigen. Und Dutli selbst zu lesen ist ja immer ein Genuss.“ Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. Februar 2016 Zum Ossip-Mandelstam-Lesebuch Bahnhofskonzert: „Das Lesebuch lädt zum Kennenlernen und Wiederentdecken dieses großen Schriftstellers ein, wobei nicht nur der Lyriker, sondern auch der Essayist und Prosaist Mandelstam hier zu Wort kommt. Dutli beweist mit der Sammlung nicht nur seine Liebe und seine enorme Kenntnis des Autors, sondern er setzt ihm auch ein kleines Denkmal.“ Stefan Tuczek, www.literaturkritik.de, 24. Februar 2016, („Gesänge eines modernen Orpheus“) Rezension Literaturkritik.de Eine Besprechung des Bandes Mandelstam, Heidelberg auf der italienischen Website „Luoghi d'autore“ (Autoren-Orte): [klick] Besprechung des Buches Mandelstam, Heidelberg mit Lesung von Gedichten und Briefen in der WDR3-Sendung „Gutenbergs Welt“ von Insa Wilke. „In diesem wundersamen Erinnerungsband zu Ossip Mandelstam wird dessen Aufenthalt in  Heidelberg (1909–10) akribisch und zweisprachig (Gedichte in deutsch und russisch) geradezu liebevoll präsent. Es ist scheinbar so nebenbei und doch essentiell  zugleich ein poetisches Traumbuch entstanden: ‚Ich war das Buch, das euch im Traum erscheint‘, wie er selbst beinahe analytisch feststellte. Ein bleibendes Dokument von Träumen und Vorahnungen ist Dutli's Mandelstam-Band.“ www.kultur-punkt.ch, onlinejournal „Nach dem Gesamtwerk in zehn Bänden (1985 bis 2000 im Züricher Ammann Verlag) und dem fundamentalen Kompendium Meine Zeit, mein Tier. Ossip Mandelstam. Eine Biographie (2003 bei Ammann) brachte Ralph Dutli zum 125. Geburtstag Mandelstams bei Fischer ein Lesebuch mit Gedichten, Geschichten, Essays, Erinnerungen und Briefen des Dichters unter dem Titel Bahnhofskonzert heraus. Es ist ein Geschenk für alle Freunde Mandelstams, das rundum gelungen ist.“ Karlheinz Kasper, Osteuropa Heft 1, 2016 „Ralph Dutli, der unermüdliche Vermittler in Sachen Ossip Mandelstam, hat auch diesmal wieder imponierende Überzeugungsarbeit geleistet. Er versucht den Mandelstam-Ton in unsere Sprache und Zeit zu retten, jedem Gedicht stellt er eine Interpretation bei, die Querbeziehungen zum Werk herstellen. Das macht Veränderungen und Entwicklungen sichtbar.“ Anton Thuswaldner, ORF1, „Ex Libris“, 19. Juni 2016 „Ossip Mandelstam in Heidelberg ... Ralph Dutli überrascht mit einem subtilen Jugendporträt. Mandelstam verfügt schon in diesen frühen Gedichten über eine reife Stimme. Der unverkennbare Mandelstam-Sound zeigt sich in kühnen Metaphern. In einer zweiten Publikation, dem Lesebuch ‚Bahnhofskonzert‘, legt Dutli die wichtigsten Mandelstam-Texte vor. In diesem Lesebuch wird die überragende literarische Gestalt Mandelstams auch für die deutschsprachigen Leser fassbar.“ Ulrich M. Schmid, Neue Zürcher Zeitung, 16. Juli 2016 „Mandelstam- und Dutli-Sympathisanten dürfen sich freuen. Das von Ralph Dutli sorgfältig edierte und mit tiefgründigen Essays bereicherte Buch Mandelstam, Heidelberg ist ein literarischer und ästhetischer Genuss. Alle Gedichte sind im russischen Original und in einer vorzüglichen Nachdichtung nebst aufhellenden interpretatorischen Einzelkommentaren wiedergegeben. Dutlis stimulierendes Buch ist ein Werk, ‚worüber sich zu sprechen lohnt‘.“ Wolfgang Schlott, Wostok Nr. 2/2016