Ralph Dutli Das Lied vom Honig Eine Kulturgeschichte der Biene Wallstein Verlag, Göttingen 2012 Verlagsseite zum Buch
Niederländische Ausgabe                                                                                                                    (Übersetzung von Olaf Brenninkmeijer) Erschienen im Verlag „Uitgeverij Cossee" in Amsterdam.  Verlagsseite
Wer weiß schon, dass die Bienen für die alten Ägypter aus den Tränen des Sonnengottes entstanden? Dass der hinduistische Gott Vishnu, der Bewahrer der Welt, als Blaue Biene  neben dem Liebesgott in einer Lotusblume schläft? Dass die ganze Antike hindurch der Wunderglaube sich hielt, dass Bienenvölker aus Stierkadavern geboren werden? Dass Christus im Mittelalter als „himmlische Biene“ galt, die Muttergottes Maria – als Bienenstock? Dass der Honig als Symbol für die Süße göttlicher Wahrheit stand und als erotische Metapher für die Freuden irdischer Liebe? Dass seit der Antike eine geheime Beziehung bestand zwischen Bienen und Küssen? Dass zahlreiche Geistesmenschen, Vergil und der Kirchenvater Augustinus, Wilhelm Busch, Lew Tolstoj und die amerikanische Dichterin und Feminismus-Ikone Sylvia Plath passionierte Bienenzüchter waren? Dass sich die Dichter von Pindar und Horaz bis Mandelstam und García Lorca mit der Biene verglichen haben, dass Rilke die Dichter als die „Bienen des Unsichtbaren“ bezeichnete?   Die Honigbiene bedeutet uraltes Weltkulturgut. Ihr Überleben auf dieser Erde entscheidet über unsere Zukunft. In einer Zeit, in der das weltweite mysteriöse Bienensterben apokalyptische Ängste fördert, ist dieses Buch eine Einladung, sich an die kapitale Rolle der Honig schaffenden Hautflüglerin in der Weltkultur zu erinnern. Ralph Dutli entwirft eine unterhaltsame, ebenso witzige wie poetische Kulturgeschichte der Biene im Augenblick ihrer größten Gefährdung, ihres drohenden Verschwindens von der Erdoberfläche. Thema: das Leben der Honigvögelchen – so nannten die Barockdichter das kleine Insekt – im Bienenstock der Kultur. Die Symbolkraft der Honigbiene ist eine Menschheitskonstante. Das kleinste aller Nutztiere schenkt dem Menschen nicht nur sein bestäubendes Mitwirken bei der Entstehung von Früchten und Gemüsen, sondern auch Nahrung, Süßstoff und Kerzenlicht in Honig und Wachs, wirksame Heilmittel in vielfältiger Form, reiche Symbole und tiefgründige Gedanken. Die vielfachen Wohltaten der Honigbiene sind bekannt, aber ihre phänomenalen kulturellen Verdienste? Sie gab Anlass zu religiösen Riten, Aberglauben und Wundergeschichten. Sie stand für Gemeinschaftssinn, Selbstaufopferung, Zukunftsvorsorge, durchdachte Ordnung, Reinheit, Fleiß und Fülle. Aber auch: für Magie und Prophetie, Seele und Inspiration. Mag der Leser auf einen Ausflug in die erstaunliche Kulturgeschichte der Biene und des Honigs entführt werden. Keine Flügel sind nötig, aber ein wenig Phantasie. Aber das ist vielleicht ohnehin dasselbe.
© Signe Mähler
„Dramen im Bienenstock“ [PDF] Samstag/Sonntag 5./6. Mai 2012, Nr. 104, S. 15
Der Gott der Bienen ist die Zukunft. Maurice Maeterlinck Die Bienen haben einen Friedhof unten in meiner Heimat, in Patagonien, dahin kehren sie heim mit ihrer Honigfracht, um zu sterben vor Süße. Pablo Neruda Mögen unsere Kühe Honig geben! Rig-Veda Uns bleiben einzig und allein die Küsse, Die zottigen, sie sind wie kleine Bienen Die sterben, kaum sind sie dem Korb entflogen. Ossip Mandelstam Mit Träumen nehme ich vorlieb, wenn es nur wenig Bienen gibt. Emily Dickinson Der Honig ist Christuswort. Das geschmolzene Gold seiner Liebe. Das Jenseits des Nektars. Mumie des Lichts im Paradies. Federico García Lorca Mein Freund, ich will der Honigbiene gleichen. Pierre de Ronsard
Pressestimmen
DAS LIED VOM HONIG
© Ralph Dutli 2018
Interview mit der Rhein-Neckar-Zeitung
Ralph Dutli  Schriftsteller
Das Lied vom Honig
„Selten hat man ein so wortschönes und elegant geschriebenes Sachbuch gelesen.“ Andreas Tobler, Tages-Anzeiger (Zürich), 13. März 2012 „Einen anderen, poetischen Blick auf die Kulturgeschichte der Biene wirft der Romanist und Schriftsteller Ralph Dutli. Seine Sprache wirkt im Vergleich zu sachorientierten Texten wie ein Loire-Schloss neben einer Almhütte. Unglaublich belesen, zeigt Dutli, in welche Gebiete unserer Hoch- und Alltagskultur diese Honigproduzenten Eingang gefunden haben. Ein Muss für alle, die schon einmal einen Löffel Honig gegessen haben.“ Peter Iwaniewicz, Falter (Wien), 14. März 2012 „Ralph Dutli räumt in seiner Kulturgeschichte der Biene nicht nur mit einigen scheinbar feststehenden Wahrheiten auf, er entführt in die Welt eines Wesens, das für Fleiß und Ordnung, für Reinheit, Frühling und Fülle steht … Von Rilke bis Dickinson, Schopenhauer bis Beuys, Aristoteles und Hofmannsthal – Ralph Dutli erzählt von einem Insekt, an dem kaum ein Dichter vorbeikam. Schön, dass er seiner Bienen- und Honig-Geschichte ‚eine Wabe voller Gedichte’ hinzugefügt hat.“ Liane von Billerbeck, Deutschlandradio Kultur, 6. März 2012 „Das ist natürlich das Buch eines Poeten über Poesie… Ich sehe, wenn ich das Buch lese, den Dichter Ralph Dutli am Werk, und er erzählt so, dass es mich anregt, z.B. Vergils ‚Georgica’ neu zu lesen. Was kann man von einem Buch mehr verlangen?“ Peter Hamm, „Literaturclub“, Schweizer Fernsehen SF, 16. März 2012   „Erzählt wird eine kulturelle Biographie der Bienen, von der Antike bis zum Heute, bis zu den Bienen auf dem modernen Museumsdach. Unglaublich vielseitig, aus einer überbordenden Fülle literarischer, kultureller und wissenschaftlicher Quellen zeichnet der Autor das Bild eines Lebewesens, das ‚uns so nahe geht, weil wir dunkel ahnen, dass eine besondere Beziehung zwischen Menschen und Bienen besteht‘. Ein schönes, literarisches und sorgfältig gestaltetes Lesevergnügen… Ein handliches Büchlein, das sich gut als Wegbegleiter wie als Geschenk eignet.“   Kundenrezension Gilbert Brockmann, „Fünf Sterne“ auf www.amazon.de, 11. März 2012 „In seiner kenntnisreichen Kulturgeschichte verortet der in Heidelberg lebende Schweizer Lyriker und Essayist das Insekt im ‚Bienenstock der Kultur‘. Dutli ist damit schon bei der Literatur. Herzenssache sind ihm die Gedichte, in denen die Bienen summen.“ Andreas Tobler, Der Bund (Bern), 14. März 2012 „Honig der Jahrhunderte. Ja, wenn man einmal anfängt, den kulturgeschichtlichen Spuren der Bienen zu folgen, entwickelt sich um einen ein so gewaltiges Gesumme, dass man die Welt, die Menschen- und die Götterwelt, für nichts anderes als einen Bienenstock hält. Dem Heidelberger Essayisten, Lyriker und Übersetzer Ralph Dutli widerfuhr das so. Der Schreibtisch wurde ihm zur Wabe, und als die voll dieses kulturgeschichtlichen Honigs war, schleuderte er ihn und füllte in ab in ein Büchlein vom Wallstein-Verlag, das mit dem Etikett Das Lied vom Honig allen Bildungsnaschkatzen das Wasser im Mund zusammen laufen lässt. Sie werden nicht enttäuscht. Auf seinem Weg durch die Literaturgeschichte, insbesondere die der Lyrik, findet Ralph Dutli reiche Tracht. Eine ‚Wabe voller Gedichte‘ beschließt das Büchlein. Diese kleine lyrische Bienen-Anthologie ist ein Schatz. Was will man mehr, als sich von den Honigvögelein in den Schlaf summen zu lassen?“ Eckhard Fuhr, Die Welt, 24. März 2012 „Ralph Dutli hat sich dem Glückslieferanten Honigbiene auf eine sehr eigenwillige Art genähert.“ Iris Radisch („Die Zeit“), 3sat Fernehen, 25. März 2012 „Im Anhang dieses bezaubernden Buches findet der Leser noch eine Sammlung von Gedichten, die sich allesamt der Biene widmen. Aber nicht nur aus diesem Grunde ist Das Lied vom Honig mehr als nur ein kulturgeschichtliches und naturwissenschaftliches Buch, es ist in jedem Fall auch ein poetisches Buch, ein Buch voll von interessanter Information, Schönheit und Poesie.“ Werner Fletcher, www.sandammeer.at, 3/12 „Der Schweizer Autor Ralph Dutli hat nach minutiösen Recherchen eine Kulturgeschichte der Biene verfasst – vom Honig in Texten des Hinduismus bis zur Fernsehserie ‚Biene Maja. Fantastisch, ja pralle Poesie...“ Hedwig Kainberger, Salzburger Nachrichten, 10. April 2012 „Dutli ist mit Das Lied vom Honig eine entzückende Zeitreise durch die Literatur, vor allem die Lyrik, zum Thema Bienen gelungen. Noch dazu, weil er sein profundes literarisches Wissen um Sachkenntnisse aus dem Bienenstock und der Imkerei zu ergänzen weiß, dass die Lektüre zum Honigschlecken wird.“ Angela Brünjes, Göttinger Tageblatt, 17. April 2012 „Von frühen Höhlenzeichnungen bis zur Biene Maja verfolgt sein Buch eine honigsüße Spur durch Niltempel, kretische Paläste, römische Landhäuser, mittelalterliche Klöster und Dichterstuben, in denen die ‚Honigvögelein‘ (Martin Opitz) stets besondere Aufmerksamkeit fanden. Kleiner und kaum teurer als eine Pralinenschachtel, eignet Dutlis Buch sich auch als Mitbringsel für Freunde der Natur und Dichtung.“ Buchjournal, 27. April 2012 „Das fleißige Insekt und kleinste aller Nutztiere begleitet und bezaubert den Menschen seit Anbeginn. Der römische Dichter Vergil war ebenso passionierter Imker wie die amerikanische Autorin Sylvia Plath, Napoleon ließ seinen Krönungsmantel damit besticken und unvergesslich bleibt Mastroianni im griechischen Film ‚Der Bienenzüchter‘ von Theo Angelopoulos. Das und vieles mehr erfahren wir bei Ralph Dutli, der leicht und beschwingt auf den Flügeln seiner Bienen durch Zeit und Raum fliegt.“ Geneviève Lüscher, NZZ am Sonntag (Beilage „Bücher am Sonntag“), 29. April 2012 „Dutli entwirft eine ebenso witzige wie poetische Kulturgeschichte der Honigvögelchen – so nannten die Barockdichter die Biene. Der schön gestaltete Band enthält einen Anhang mit größtenteils unbekannten Bienengedichten der Weltliteratur, von denen Ralph Dutli einige erstmals ins Deutsche übertragen hat.“ D.I.B. Aktuell, Infomagazin des Deutschen Imkerbundes, April 2/2012 „Ralph Dutli ist ein vielseitiger Autor, zuhause in den Sprachen der Welt. Seine Neuerscheinung ist inspirierend geschrieben, materialreich und von poetischem Ausdruck. Der Themenbogen reicht von der Antike bis zu Bienen auf dem modernen Museumsdach. Eine Anthologie von Bienengedichten aus der Weltliteratur beschließt das handliche Büchlein, das sich gut als Wegbegleiter wie als Geschenk eignet.“ ADIZ die Biene Imkerfreund, www.diebiene.de, Mai 2012 „Mit geradezu emsigem Bienenfleiß hat Ralph Dutli weltweit die schönsten Blüten aus Kultur und Literatur gesammelt, die sich mit der Biene beschäftigen. Ein kleines, kluges Buch.“ Eberhard Reuß, SWR 4 – Rundfunk, 5. Mai 2012 „In seinem unverkennbaren, leichtfüßig-eleganten, ungemein lesbaren Stil, mit großer Sachkenntnis und unbändiger Freude am Thema erzählt, sichtet, bestaunt Ralph Dutli das Phänomen Biene. Er ist ein begnadeter Erzähler, der den Leser liebevoll an der Hand nimmt und ihn sicher und lächelnd durch das vielgestaltige Bienenreich führt. Ein anregendes, bereicherndes, gelungenes Buch.“   Emma Guntz, L'Alsace (Strasbourg), 27. Mai 2012 „Seit alters her hat dieses Insekt auch die Phantasie des Menschen bestäubt. Der Schweizer Schriftsteller und Übersetzer Ralph Dutli erzählt in seinem Lied vom Honig die spannende Kulturgeschichte der Biene. Zoologische Betrachtungen der Spezies, reizvolle Anekdoten über prominente Imker (u.a. Vergil, Augustinus, Lew Tolstoj, Sylvia Plath) sowie Exkurse ins weite Land der Bienensymbolik garantieren Staunen und Lesegenuss.“ Ingeborg Waldinger, Wiener Zeitung, 8. Juni 2012 „Es ist weit mehr als eine nur kulturwissenschaftliche Studie, wenn Ralph Dutli, der vielfach gerühmte Übersetzer, Dichter und Essayist jetzt für das ‚Emblemtier von Poesie und Kultur‘ trommelt. Schließlich ist die Biene der Abgott der Dichter, und mit Dichtung hat daher auch der größte Teil des Buches zu tun... Dutli hat kein Fachbuch geschrieben, weder ein biologisches, noch ein kulturhistorisches mit Anspruch auf Vollständigkeit. Aber er hat den wohl elegantesten Familienroman seiner Zunft verfasst, die Geschichte der Naturpoesie...“ Claudia Schmölders, www.literaturkritik.de, 2. Juli 2012 „Man kann nur über die Beschreibungen staunen, mit denen Ralph Dutli die wesentlichsten Facetten der Bienensymbolik und ihrer Wirkung entfaltet. Die Art, wie er das Thema aus philosophischer, kulturhistorischer und literarischer Sicht vertieft, macht die Lektüre einzigartig.“ Maria Herlo, Mannheimer Morgen, 27.07.2012 „Erstaunlich, wie viele Imker Dutli unter den Literaten bis heute findet! Und die meisten anderen sind es immerhin metaphorisch. Kein Wunder also, dass er in seinem Buch bald wie ein Bienenvater auftritt, bald wie eine Biene selber ausschwärmt und sammelt (Montaigne sah darin die Grundlage der Essay-Kunst), seinen Nektar in genießbare Sätze verwandelt und in schön angeordneten Waben ablagert. Und das Ganze zum Schluss mit einer Anthologie exquisiter Bienengedichte der Weltliteratur abschließt.“ Samuel Moser, Neue Zürcher Zeitung, 29. September 2012 „Wunderbar anschaulich, in sinnlicher Sprache und bienengleich die Fülle seiner Recherchen darbringend, hat Ralph Dutli ein Buch geschrieben, das nicht nur Imkern und Naturfreunden ein Genuss sein dürfte. Zur Freude der lyrikbegeisterten Leserschaft hat er im Anhang Bienengedichte aus der Weltliteratur versammelt, die manches von dem quasi singend beleuchten, was man vorher aus Dutlis zauberischer Prosa hat erfahren dürfen.“ Beate Tröger, Klappentext (München), Nr. 52, Oktober 2012 „Ein faszinierendes, lehrreiches und spannend zu lesendes Buch ...“ Hubert Spiegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Sonderbeilage „Feuilleton live“, 27. April 2013 (Kompletter FAZ-Artikel vom 27.04.2013 als [PDF]) © Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2013 (alle Rechte vorbehalten). „dieses buch zu lesen ist wie im süßen honig zu liegen und nach lust von dem süßen saft zu trinken; es ist eine wonne, sich so einzutauchen in ein (fremdes) fachgebiet, das anmutig, spannend zugleich, erschlossen wird, das eine leselust bringt, die ohnegleichen ist.“ Uli Rothfuss, Kunstportal Baden-Württemberg, www.kunstportal-bw.de, August 2013
„Sie sind schön. Sie sind klug. Sie sind nützlich. Sie sind goldgelb und tragen Pelz. Sie können tanzen und stechen… Vom sokratischen Dichter-Bienen-Vergleich über Bernard Mandevilles Bienenfabel bis zur Honigpoesie bei Ossip Mandelstam, Rainer Maria Rilke oder Sylvia Plath: Ralph Dutlis Bienenbegeisterung ist unmittelbar ansteckend; wer sein Lied vom Honig liest, wird sich wandeln. Insektensnobs zu Bienenverehrern!“ Jutta Person, Philosophie Magazin, März/April 2012
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