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LOB AUS LUMPEN (UND LICHT)
© Ralph Dutli 2019
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In: Je näher man ein Wort ansieht, desto ferner sieht es zurück. Sprachglossen deutscher Autoren. Herausgegeben von Klaus Reichert. In: Valerio 6, 2007 (Die Heftreihe der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung), Wallstein Verlag, Göttingen 2007, S. 38
Lob aus Lumpen (und Licht) deutlich gestriegelt von irren Mottenschwärmen aus Barockerotik Kompt, kompt zu meinem Lieb, auff ihren Rosenmund Der mir mein kranckes Hertz hat inniglich verwundt Lobmix aus frischer Faser Flunker sanfter Verfluchung & heiserem: Hier bin ich O-pitz-Fle-ming o Honigvögelein es ist noch ein Abenteuer zu singen in Wortakzent halbem Husten und Ballung und zartem Eis also Sprachfrau (warum diese nicht) was du mit ihr lallst liegt sie liest sie auf dem weißen Laken des Blattes keine beschönigende Erinnerung aber dass die Seele (ein Krummhorn und keiner weiß es) dröhnt und stöhnt und knarzt hüllt sie ein verhüllt! bis sie sich kennt aber Welche auf deutsch! Vorfreude! Ausflug! Liebste: das schmeichelnde Faseln des Glücks das Öl der langen Tage der liebenden Gelenke wenn die Laute denken aber: Leise! Das Lied das selbstlos ist ist selbst sein Lob beweg dich weg von ihr fall in sie in ihr Nadelöhr aus Nichts aus rosigem heiserem Plunder ich liebe dein Schamgefühl den Sperrmüll den Stabreim ich liebe das Lichtjahr das lallende schmerzende das Lufthemd im L: Lippen-Leben-Laben o Louize! und eine schnarrende Einladung aus Flucht und Leichtblut denn soviel Herz – sagt sie – war auch im Harz
Ralph Dutli  Schriftsteller
Ralph Dutli