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Ralph Dutli
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© Ralph Dutli 2021
Romanautor, Lyriker, Essayist, Biograph, Übersetzer und Herausgeber
LOB DER APHRODITE
NEU
Marina Zwetajewa Lob der Aphrodite Gedichte von Liebe und Leidenschaft Aus dem Russischen übertragen und mit einem Essay von Ralph Dutli. Wallstein Verlag, Göttingen 2021 Frühlingsprogramm 2021
Online Lesung am 11.03.2021 auf dem Youtube-Kanal der Stiftung Lyrik Kabinett
Online Gespräch mit Kerstin Bachtler am 17. April 2021 auf Podcastliteratur.de: [klick]
Marina Zwetajewa (1892-1941), die bedeutendste russische Dichterin neben Anna Achmatowa, ist eine der großen Liebesdichterinnen der Weltliteratur, eine Liebende voller „Maßlosigkeit in einer auf Maß bedachten Welt“. Dass sie dem uralten Gegenstand völlig neue, unerhörte Klänge – und Klagen – abgewinnt, macht sie zu einem poetischen Phänomen. Ihre Gedichte sind an Frauen wie an Männer gerichtet, das Thema Liebe und Leidenschaft ist bei ihr universal. Wer aber in Marina Zwetajewas Liebesgedichten Idyllen sucht, muss fehlgehen. Sie sind oft eine Abrechnung mit der Liebe und mit sich selbst – schonungslos, unerschrocken. In einem Brief nennt sie die Liebe „das grausamste Spiel zum Krallenschärfen gegen sich selbst“. Der Band umfasst über hundertfünfzig Gedichte Marina Zwetajewas – viele davon erstmals in deutscher Übersetzung. In seinem Essay wagt Ralph Dutli einen neuen Blick auf die poetische, existentielle und erotische Radikalität dieser Dichterin. „Sie war vollkommen eigensinnig ... Sie suchte in allem die Ekstase und die Absolutheit des Gefühls. Sie brauchte die Ekstase nicht nur in der Liebe, sondern auch im Verlassenwerden, in der Einsamkeit, im Unglück.“ Nadeschda Mandelstam
Pressestimmen
Und dann gibt es eine sehr berühmte russische Lyrikerin, Marina Zwetajewa, eine der großen Dichterinnen des 20. Jahrhunderts. Es wird einen Band, ihr ‚Lob der Aphrodite‘ geben, der von Ralph Dutli neu übersetzt wird für den Wallstein Verlag. Dutli ist für mich der beste Übersetzer, den wir zur Zeit überhaupt aus dem Russischen haben, gerade was Lyrik angeht. Er hat die wunderbare Mandelstam-Ausgabe veranstaltet, er hat viele, viele andere Sachen übersetzt, und seine Zwetajewa-Übersetzung, das ist etwas, worauf ich richtig heiß bin.“ Andreas Platthaus, FAZ-Podcast „Ausblick auf den Bücherfrühling“ 24. Januar 2021 (Beginn bei Minute 12:38) [klick] Entfesselte Dissonanz: Marina Zwetajewas Liebeslyrik ist poetisches Tagebuch ihrer vielgestaltigen Beziehungen, in allen Facetten, Phasen und Nuancen des Knisterns, Verschmelzens, Loslösens, Trennens. Sich dieser Lektüre zu öffnen, bedeutet, in die Woge einzutauchen, von ihr mitgerissen und überrollt zu werden, nach Luft ringend wieder aufzutauchen. Ralphs Dutlis Übersetzung, mit ihrem feinen Sensorium für die Rhythmik, den Klang, die Bedeutung jeder einzelnen Silbe, verstärkt dieses atemlose Spracherlebnis.“ Carmen Sippl, Kulturschaukasten (Wien), 8. März 2021 (Internationaler Tag der Frauen) [klick] Wie ein Lebenslauf der Leidenschaften, der ungestillten wie der beglückenden, der platonischen wie der zutiefst körperlichen, lesen sich die Liebesgedichte der Zwetajewa in den vorzüglichen, durch eigenes poetisches Talent gekennzeichneten Übertragungen Ralph Dutlis. In ihrer Liebeslyrik lebt sie fort: als Frau, die ihr Innerstes radikal offenbarte. Kai Scharffenberger, Die Rheinpfalz (Ludwigshafen), 18. März 2021 Dutli lässt sich auf die starke Emotionalität dieser Gedichte voll ein ... Es ist das Kantige, das Schräge, das Schrille, das er sehr stark hervorhebt – das ist der Dutli-Sound.“ Sendung »Lyrik lesen«, Deutschlandfunk Kultur, 28. März 2021; Diskussion Jan Bürger (Deutsches Literaturarchiv Marbach), Gregor Dotzauer (Der Tagesspiegel, Berlin), Maren Jäger (freie Kritikerin) und Moderatorin Barbara Wahlster über »Lob der Aphrodite«, Minute 0:56 bis 15:10 [klick] Die Janusköpfigkeit der Liebe, ihre zerbrechlichen Feuer, ihre Passion hat die russische Dichterin Marina Zwetajewa in ihren Versen verwoben und zelebriert. Die himmlische Liebesglut zerschellt an den harten irdischen Gesetzen. Das Licht des Eros bricht und blutet aus. Geradezu göttlich findet sich dies in Zwetajewas Gedichten inszeniert, die ihresgleichen suchen. Ralph Dutli hat die Gedichte äußerst einfühlsam aus dem Russischen übertragen und dem Band ein herrlich zu nennendes Essay beigegeben." Kerstin Fischer, Lyrikatelier Fischerhaus, Lyrik-Blog, 28. März 2021 [klick] In seinem einfühlsamen, umfangreichen Nachwort und Kommentar zu den Gedichten stellt Dutli nicht nur die vielfältigen Bezüge der Gedichte zum tragischen und unkonventionellen Leben Zwetajewas her, sondern er versucht auch, ihr lyrisches Talent in Worte zu fassen. Seine Übersetzungen versuchen die spezifische Diktion der russischen Poetin dem deutschen Leser in überzeugender Weise zugänglich zu machen." Klaus Steinke, Informationsmittel für Bibliotheken, 2021 – 1 [klick] Wer nun Lust bekommt, nicht nur die Briefe, sondern auch Gedichte Marina Zwetajewas zu lesen, der hat mit einer neuen Ausgabe jetzt die Gelegenheit dazu: 'Lob der Aphrodite. Gedichte von Liebe und Leidenschaft' heißt ein eben erschienener Band mit bekannten, aber auch einigen erstmals von Ralph Dutli übersetzten Liebesgedichten, die von Marina Zwetajewas Fähigkeit zur Leidenschaft wie auch von ihrer literarischen Kraft zeugen.“ Ulrich Rüdenauer, Badische Zeitung, 3. April 2021 Lebendigkeit lautet das Zauberwort, Lebendigkeit und 'Leichtheit' aller Dinge. Doch die Liebe umfasste nicht nur die Euphorien des Erlebens und Schreibens, sie war von den ersten Gedichten an auch die Quelle von Trauer und Einsamkeit. Eben noch zarte Empfindungen, schon fährt 'durch das Herz hin eine Säge'. In gleichem Maße, wie ihre hoch beweglichen Gedichte mit Widersprüchen und Fragen arbeiten, sind in der Schreibenden 'alle Zwangslager-Leidenschaften / Zur einen geballt'. So gesehen ist das Motiv der Liebe durchaus geeignet, um einen Pfad durch Zwetajewas lyrisches Schreiben zu legen. Der Dichter und Übersetzer Ralph Dutli hat die Gedichte entlang der Zeitachse komponiert. Er hat die Binnenspannung der Verse gut im Deutschen nachgebildet.“ Nico Bleutge, Süddeutsche Zeitung, 23. April 2021 [klick] Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.04.2021 Marina Zwetajewas Gedichte vom Thema der Liebe her zu begreifen, scheint dem hier rezensierenden Lyriker Nico Bleutge sinnig. Denn jedem Liebhaber und jeder Liebhaberin, so Bleutge, scheint in diesem Band mit Gedichten von 1914 bis 1940 ein Zyklus gewidmet worden zu sein, in denen die in Moskau geborene, lang im Exil lebende Dichterin die Liebe als einen zu zähmenden Panther fasst, staunt Bleutge. Aber auch von einem tiefen Schmerz, der die Dichterin in den Selbstmord trieb, erfährt der Kritiker. Besonders beeindruckt scheint er von den "Kabelgedichten" zu sein, in denen Zwetajewa mit Bindestrichen und Brüchen formal die Telegrammstruktur nachahme und "Binnenspannungen" kreiere. Die ständigen mythologischen Einlassungen und der konstante "hohe Ton" seien gewöhnungsbedürftig, räumt der Rezensent ein, wirkt insgesamt aber sehr angetan von den äußerst "beweglichen", von Ralph Dutli gut übertragenen Gedichten Zwetajewas. perlentaucher.de [klick] Liebe und Leidenschaft sind die zentralen Themen in den Gedichten der russischen Lyrikerin Marina Zwetajewa. Sie schrieb Anfang des 20. Jahrhunderts Gedichte an und über ihre großen Lieben – offen, tabulos und voll von schmerzhaft erlittenem Leiden. Diese Gedichte aus dem Russischen ins Deutsche zu übersetzen, ist eine ganz besondere Herausforderung. Ralph Dutli, gebürtiger Schweizer und Wahl-Heidelberger, Herausgeber, Romanautor, Lyriker und Lyrikübersetzer, stellt sich dieser Aufgabe seit vielen Jahren. Gerade hat er sein fünftes Buch mit übersetzten Gedichten Marina Zwetajewas unter dem Titel ‘Lob der Aphrodite‘ im Wallstein Verlag veröffentlicht. Zwetajewas Gedicht an Boris Pasternak vom 24. März 1925 reflektiert die Tragödie des Heimatverlusts und ist als ‘Hymne der Trennung‘ berühmt geworden.“ Kerstin Bachtler, SWR2, Gedichte und ihre Geschichte“, 24. April 2021 [klick] Einzigartig ist ihre Liebeslyrik. Sie ist voll Feuer und Begierde; sie macht Liebe sinnlich erspürbar. Durch Ralph Dutlis sehr gelungene Übersetzung aus dem Russischen kann man nun auch hierzulande an dieser Spracherotik teilhaben. Dass Ralph Dutli die Liebesgedichte von Marina Zwetajewa ins Deutsche übertragen hat, ist für die interessierte Leserschaft reiner Gewinn. Dutlis Übersetzungen machen die ganze Spannweite von Marina Zwetajewas dichterischem Können deutlich. Man sollte also lustvoll zu Zwetajewas Gedichtband 'Lob der Aphrodite' greifen.“ Andreas Puff-Trojan, SWR2 Lesenswert, 12. Mai 2021 [klick] Ralph Dutlis Übersetzungskunst muss man Anerkennung und Respekt zollen. Ihm gelingt es, die Texte in einer Weise, die etwas erahnen lässt von ihrer poetischen Dichte und Kraft in der Originalsprache, in das Deutsch zu übertragen. Er findet sprachliche Bilder, die aufhorchen lassen, spielt mit reinen und unreinen Reimen und rhythmischen Besonderheiten, die etwas Leichtes in die Texte hineintragen, und findet in allen Gedichten einen Ton, der die heiße Leidenschaft wie das schmerzerfüllte Klagen Zwetajewa’scher Liebespoesie zur Geltung bringt.“ Herbert Fuchs, literaturkritik.de, 20. Mai 2021 [klick] „Der aus der Schweiz stammende, jetzt in Heidelberg lebende Schriftsteller Ralph Dutli, der die Texte für diesen Band aus dem Russischen übertragen und mit einem vorzüglichen Essay kommentiert hat, kann mit Fug und Recht auch als einer der bedeutendsten Übersetzer unserer Zeit, insbesondere russischer Lyrik, bezeichnet werden. Seine Übertragungen der Texte von Ossip Mandelstam sind ebenso legendär wie die Lesungen, in denen Dutli diese Texte vorträgt. Ähnlich wird man sich nun Dutlis neuerliche Annäherung an Zwetajewa vorzustellen haben. (...) Dutli hat diesem, in seiner Intensität fast schmerzlichen Band seinen Essay "Ich rede von der Liebe in Freiheit. Über das Wunder des Fremden: Marina Zwetajewas Liebeslyrik" beigestellt, mit dem auf fast 40 Seiten eine luzide Annäherung an die Liebeslyrik Zwetajewas ermöglicht wird. Mehr als „nur“ ein Kommentar zu den Gedichten, ist dies ein Text, der literaturwissenschaftlichen wie literarischen Rang gleichermaßen beanspruchen kann.“ Elisabeth Cheauré, Karenina. Petersburger Dialog online, 13. Juli 2021 [klick] „Ein Band mit Zwetajewas exquisiter Liebeslyrik, die Ralph Dutli einfühlsam und virtuos ins Deutsche übertragen hat. Zwetajewa spiegelt sich in literarischen Figuren wie Lilith, Maria Magdalena, Penthesilea, Ariadne, Phädra, Eurydike, Heloise oder Ophelia, um ihren unbändigen Liebeshunger zu stillen, der sich in sprachgewaltigen Gedichten Bahn bricht.“ Ulrich M. Schmid, Neue Zürcher Zeitung, 22. November 2021
Interview mit der Rhein-Neckar-Zeitung (9. Juni 2021)